bAV Kanzlei


Was zeichnet den Beratungsansatz der bAV Kanzlei aus?

- und warum schätzen unsere Klienten und kooperierenden Wirtschaftstreuhänder diese professionelle Vorgehensweise?


Betriebliche Altersvorsorge verstehen wir nicht als „schnell ein Versicherungsprodukt zu verkaufen“, sondern sie ist eine rechtliche Querschnittmaterie.

Diese rechtlichen Regelungen finden sich in so unterschiedlichen Rechtsmaterien wie zB:

ABGB, Unternehmensgesetzbuch, Insolvenz-Entgeltsicherungs-Gesetz, Insolvenzordnung, Allgemeines/Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz, Einkommensteuergesetz, Körperschafts-, Lohnsteuer- und Einkommensteuerrichtlinien, unzählige OGH Entscheide (die ältesten datieren aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts), Betriebspensionsgesetz, Pensionskassengesetz, Versicherungsaufsichtsgesetz, Solvency II usw., usw.

Daher folgen wir ausschließlich dem bewährten Beratungsablauf:

1. vorrangig die fundierte Beratung über alle relevanten rechtlichen, steuerlichen und die Absicherungsmöglichkeiten betreffenden Fragen 

2. die auf die Wünsche und Vorgaben des Klienten sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Flexibilitäten abgestimmte Umsetzung mittels passender Vorsorge- und Absicherungsinstrumente 

3. nach Umsetzung deren laufenden Pflege.  


Warum ist dieser bewährte Ablauf so wichtig?

Fall 1:

Bestes Angebot am Markt - eines Versicherers

Ausgangssituation 

Der Geschäftsführer hatte seitens seines Hausmaklers einen Vorschlag für eine betriebliche Vorsorge für sich selbst am Tisch. Dieses Angebot entsprach seinen Vorgaben von der Prämienhöhe her, er wollte jedoch auch wissen, ob es auch „bessere“ Angebote am Markt gibt bzw. auf was zu achten sei/welche Leistungen vergleichbar wären.

Aufgabe:

Es sollte geprüft werden, ob diese Versicherung wirklich das „beste“ Angebot am Markt sei.

„Lösung“:

Es wurde ihm von seinem Betreuer mitgeteilt, dass diese Versicherung die optimale am Markt sei, dies wurde dem Betreuer wiederum vom Versicherer „zugesichert“.  

Korrekte Umsetzung: 

Als erster Schritt wurde der Geschäftsführer darüber aufgeklärt, dass bei betrieblichen Vorsorgen nicht die Versicherung die Vorgaben über die Umsetzung gibt, sondern dass die rechtlichen Rahmenbedingungen die Regeln vorgeben aber auch die Flexibilitäten beschreiben.

Aufgrund der ihm mitgeteilten Details zu diesen beiden Punkten entschied er sich zu einer Umsetzung die 

-     im Falle, dass ihm etwas zustößt oder er vorzeitig ablebt, das angesparte oder verbleibende Kapital seinen beiden Kindern zur Verfügung steht

-     die Pensionshöhe garantiert ist - nicht nur die Pension die aus den Garantiewerten resultiert, sondern auch der Anteil der Gesamt-Pension, der aus den unverbindlichen Erträgen resultiert

-     die Möglichkeit vorsieht, dass die Zusage dann bei Pensionsantritt in eine betriebliche KollektivVersicherung und unter Beibehaltung der Rententafeln (Berechnungsgrundlage der Pensionshöhe) ausgelagert werden kann (er also nicht dann wenn er das Unternehmen verkauft oder auflöst eine weit geringere Pension erhält, nur weil der Versicherer diesen Umsetzungsweg nicht hat).    

Es wurde seine Zusage schließlich mit einem Versicherer umgesetzt, der all diese Vorgaben erfüllt.

Damit hat der Geschäftsführer nun seine betriebliche Vorsorge so umgesetzt wie er sie haben will, wie sie rechtlich möglich und korrekt ist und so, dass die Leistungen garantiert sind und es somit dann bei Pensionsbeginn zu keinem bösen Erwachen für ihn kommt.   


Fall 2:

Vergleichbarkeit von Versicherungs-Angeboten  

Ausgangssituation: 

Ein Geschäftsführer hatte für sich und seine beiden Mit-Gesellschafter (jeweils 1/3 Beteiligung) mehrere Angebote von Versicherern am Tisch. Da die Angebote alle völlig unterschiedlich aufgebaut waren, wusste er nicht, wie er sie vergleichen sollte. Es wurde ihm von einem Berater ein spezifisches Angebot nahegelegt.

Aufgabe:

Es sollte geprüft werden, welches der Angebote tatsächlich das Beste für das Unternehmen/die Gesellschafter wäre.   

„Lösung“:

Das Angebot welches vom Berater favorisiert wurde hatte – wie auch der Sachbearbeiter der das Angebot per Mail sendete, in seiner Mail betonte - die höchsten Rückkaufswerte und den geringsten Liquiditätsaufwand (Bruttoprämie bereinigt um ermittelte Steuerersparnis), wäre also mit Abstand das „günstigste“.  

Korrekte Umsetzung:

Als erster Schritt wurde der Geschäftsführer darüber aufgeklärt, dass bei betrieblichen Vorsorgen nicht die Versicherung die Vorgaben über die Umsetzung gibt, sondern dass die rechtlichen Rahmenbedingungen die Regeln vorgeben aber auch die Flexibilitäten beschreiben.   

Bei der Prüfung der Angebote stellte sich dann heraus, dass das „favorisierte“ Angebot massiv nachteilig war:

-     Es war vom Unternehmer selbstverständlich nicht geplant, die Versicherungen nach wenigen Jahren rückzukaufen, dieser Punkt war daher unerheblich

-     Der angegeben Liquiditätsaufwand erwies sich als manipuliert: Es wurde zwar am Versicherungs-Angebot regulär vom Pensionsbeginn 65 ausgegangen, bei der Bilanzdarstellung/Ermittlung des Liquiditätsaufwandes jedoch die steuermindernden Rückstellungen für weitere 5 Jahre weitergeführt (bis Alter 70) und die daraus resultierende Steuerersparnis (KöSt) einfach in die Liquiditätsberechnung mit einbezogen

-     Die Pensionshöhe wird bei Pensionsantritt nur für den garantierten Teil mit den Rententafeln des Abschlussjahres berechnet, die Pension aus den bis dahin erwirtschaftete Erträge jedoch nicht. Diese werden mittels der dann gegeben, aller Voraussicht nach längerer Lebenserwartung ermittelt. Die angegebene Gesamt-Pensionshöhe würde in der Realität daher jedenfalls geringer sein als in der Berechnung des Versicherers angegeben.

Damit konnten die drei Geschäftsfüghrer das Versicherungsangebot wählen, welches das Angebot als auch Bilanzauswirkungen korrekt berechnete sowie die gesamte Pension dann bei Pensionsantritt garantiert mit den Rententafeln des Abschlussjahres ermittelt.  

Es wurde also ein Anbieter gewählt der "sich auch an die Spielregeln hält".


Fall 3:

„Keine betriebliche Vorsorge“ - für mehrheitlich beteiligte GFs 

Ausgangssituation:

Der Alleingesellschafter/Geschäftsführer hatte bereits vor mehr als 10 Jahren eine betriebliche Vorsorge für sein gesamtes Personal umgesetzt. Dies wurde mittels einer Pensionskassenlösung durchgeführt.

Aufgabe:

Der Geschäftsführer wollte - wie für sein Personal - auch für sich eine betriebliche Vorsorge nutzen.

„Lösung“:

Praktisch jedes Jahr fragte der Geschäftsführer bei Einlangen der Vorschreibung der Beiträge für sein Personal nach, ob es denn nicht auch für ihn als Geschäftsführer/Alleingesellschafter eine Möglichkeit gäbe, betrieblich vorzusorgen. Dies wurde ihm - schriftlich – immer ablehnend beantwortet, es gäbe keine betriebliche Vorsorge für mehrheitlich beteiligte Geschäftsführer.

Korrekte Umsetzung:

Er wurde informiert, dass diese Auskunft zwar korrekt sei – aber nur für diesen Durchführungsweg der betrieblichen Vorsorge (Pensionskassenlösung). Es gibt jedoch auch die direkte Leistungszusage, die jeder Geschäftsführer, unabhängig von seiner GmbH-Beteiligung, nutzen kann.

Der Geschäftsführer setzte dann eine Direkte Leistungszusage für sich selbst in angemessener Höhe um.

Er hätte jedoch auch schon mehr als 10 Jahre vorher mit seiner betriebclichen Vorsorge starten und sich dementsprechend eine weit höhere Versorgung aufbauen können (das Unternehmen hatte niemals eine negative Bilanz).    


Fall 4:

„Empfohlene Standard Auslagerung“ - anstatt genauer Betrachtung der Details 

Ausgangssituation:

Der Geschäftsführer/Alleingesellschafter bekam ein Angebot zum Verkauf seines Unternehmens auf den Tisch, welches „er nicht ablehnen konnte“. Er hatte eine direkte Leistungszusage („Geschäftsführer-Vorsorge“), auf diese wurde beim Verkauf des Unternehmens jedoch nicht beachtet.

Er zog dann in ein außereuropäisches Land, es war daher kein Wohnsitz etc. mehr in Österreich gegeben.

Aufgabe:

Es sollte die Zusage ausgelagert werden, ohne dass das Unternehmen noch der ehemalige Geschäftsführer einen Nachteil daraus haben würden.

„Lösung“:

Das Unternehmen erhielt eine Auskunft die nur auf einer oberflächlichen Betrachtung der rechtlichen Regelung ohne Berücksichtigungen der Details des Einzelfalls beruhte. Vor allem ergab diese nicht fundierte Auskunft eine Anspruchshöhe aus der eine Pension resultiert hätte, die gegenüber der erteilten Zusage sehr gering war, sodass weder das Unternehmen noch der Begünstigte damit zufrieden waren.   

Korrekte Umsetzung:

Es wurde dem Unternehmen die rechtlich korrekte Detail-Regelung mitgeteilt, mit der der Anspruch des Begünstigten dann ermittelt werden konnte. Die Zusage wurde dann rechtlich einwandfrei und im Sinne beider Parteien - des Unternehmens wie des Begünstigten – aus dem Unternehmen ausgelagert.   

Bei der urspünglich vorgeschlagenen „Lösung“ hätte der Begünstigte/ehemalige Geschäftsführer nur eine Rente erhalten, die aus einem Auslagerungsbetrag von ca. EUR 270.000 resultiert wäre.

Durch die Umsetzung auf Basis der zutreffenden Detail-Regelung erhält er nun jedoch eine lebenslange und garantierte Pension die aus einem Auslagerungsbetrag von knapp EUR 400.000 resultiert.


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